Feuerwehr und THW starten Mega-Projekt: Neues Top-Museum entsteht in Fulda

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Der Vorstand des neuen Vereins und weitere Beteiligte (von links): Michael Brand (Bundestagsabgeordneter), Torsten Gramm, Norbert Fischer, OB DR. Heiko Wingenfeld, Martin Gerster, Karl-Heinz Banse, Sabine Lackner, Sebastian Poser sowie Bernd Müller-Strauß (Museumsleiter). Foto: DFV/Friedrich Kunkel

Inmitten weltweiter Krisen und wachsender Unsicherheit schmieden Feuerwehr und Technisches Hilfswerk ein Bündnis mit Signalwirkung: Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und das THW ziehen künftig unter einem gemeinsamen Dach zusammen – im neuen Verein „Helfen in der Not – Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks in Fulda“. Was sich trocken anhört, ist in Wahrheit ein echtes Kraftpaket für den Bevölkerungsschutz und ein Museumsprojekt mit absolutem Alleinstellungsmerkmal. Die Mitgliederversammlung des bisherigen Trägervereins des Deutschen Feuerwehr-Museums machte den Weg dafür frei.

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse, frisch gewählter Vorsitzender des neuen Vereins, zeigte sich begeistert. Der Schulterschluss zeige, wie wichtig historisches Gedächtnis, Engagement und länderübergreifende Zusammenarbeit seien. Das neue Haus soll nicht irgendein Museum werden, sondern ein zentraler Treffpunkt für alle, die bei Feuerwehr und THW Verantwortung übernehmen. Das Ziel ist hoch: ein Leitmuseum auf nationaler Ebene. Banse betont, dass hier die Geschichte des Bevölkerungsschutzes so gebündelt werden solle, wie es sie sonst nirgendwo gebe. Unter dem Motto „Helfen in der Not“ wolle man Traditionen, Lehren und Werte sichtbar machen, vernetzen und dauerhaft bewahren. Und eines stellt Banse klar: Nur gemeinsam könne man Sicherheit, Resilienz und zivilgesellschaftlichen Einsatz stärken – gerade jetzt, wo viele politische und gesellschaftliche Fragen immer komplexer werden.

Besonders eng hatten DFV-Präsident Banse, THW-Bundesvereinigungs-Präsident und Bundestagsabgeordneter Martin Gerster sowie Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld den Zusammenschluss vorbereitet. Beide steigen als stellvertretende Vorsitzende in den neuen Vorstand ein. Sie betonen, dass der Weg von der Erinnerung hin zu praktischer Bildung und echter Einsatzbereitschaft entscheidend sei – ein Gewinn für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger.

Der Vorstand selbst liest sich wie das Who-is-Who aus Feuerwehr, THW und Kommunalpolitik: An der Spitze steht Banse, flankiert von Gerster und Wingenfeld. Mit dabei: THW-Präsidentin Sabine Lackner, Sebastian Poser aus dem Hessischen Innenministerium, Landesfeuerwehrpräsident Norbert Fischer, Torsten Kramm von der Sparkasse Fulda als Schatzmeister sowie Jason Freeman, Landesgeschäftsführer des Hessischen Feuerwehrverbandes, als geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Laut Satzung sitzen DFV-Präsident, THW-Präsident und Fuldas Oberbürgermeister automatisch mit am Tisch.

Das Museum selbst plant Großes: Die Geschichte von Feuerwehren und THW soll in eine jahrhundertelange Suche nach Sicherheit eingebettet werden. Bürgerschaftliche Selbstorganisation – etwa der Freiwilligen Feuerwehren – trifft auf staatliches Schutzversprechen durch das THW und seine historischen Vorgänger. Dabei geht es nicht nur um alte Uniformen und Geräte, sondern um ein großes Ganzes: Wie Ehrenamt, Verantwortung und Gemeinschaft die Gesellschaft stärken. Gerade in Zeiten politischer Spannungen soll Fulda zum „Ort des Ehrenamtes“ werden, an dem Werte wie Vertrauen und Zusammenhalt sichtbar bleiben.

Auch finanziell ist das Projekt gut aufgestellt: Acht Millionen Euro aus dem KulturInvest-Programm der Bundesregierung fließen nach Fulda. Die Umbauarbeiten sollen im kommenden Jahr anrollen. THW-Präsident Gerster stellte die volle Unterstützung seiner Organisation klar. Oberbürgermeister Wingenfeld erinnerte daran, dass Fulda seit 1963 – seit der Gründung des Feuerwehr-Museums – fest zu diesem Projekt stehe. Museumsleiter Bernd Müller-Strauß betonte, man setze im Museum fort, was an der Basis schon lange gelebt werde: gemeinsames Ehrenamt und gelebte Zusammenarbeit. Zuspruch kam auch von MdB Michael Brand, MdL Thomas Hering, Landesfeuerwehrpräsident Fischer und THW-Chefin Lackner.

Emotional wurde es zum Schluss: Die langjährigen Vorstandsmitglieder Arno Vetter und Günter Fenchel wurden verabschiedet. Vertreter von DFV und THW bedankten sich für ihr enormes Engagement – ein würdiger Abschluss einer historischen Versammlung. +++

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