Die FDP drückt beim Thema Steuern aufs Tempo und hat einen neuen Plan für eine umfassende Steuerreform vorgelegt. „Unter allen notwendigen Reformen verspricht eine Reform unseres Steuersystems die schnellste Wirkung auf dem Weg zu Wachstum und Beschäftigung“, heißt es in dem Papier, über das das „Handelsblatt“ berichtet.
Der Vorschlag sieht spürbare Entlastungen für Bürger und Unternehmen vor und zielt zugleich auf einen deutlichen Abbau der Steuerbürokratie. Erarbeitet wurde das Konzept vom langjährigen FDP-Finanzpolitiker und Ehrenvorsitzenden der Partei, Hermann Otto Solms. Die Pläne sollen in das neue Programm der FDP einfließen.
Bei der Einkommensteuer will die Partei vor allem Bezieher mittlerer Einkommen entlasten. Die „Entlastung auf Einkommensbezieher mit einem Jahreseinkommen zwischen 15.000 und 75.000 Euro konzentrieren“, heißt es in dem Papier. Vorgesehen ist dafür ein Vierstufentarif: Je nach Einkommenshöhe sollen Steuersätze von 15, 25, 35 und 42 Prozent gelten. Der Spitzensteuersatz würde damit unverändert bleiben. Auch an der sogenannten Reichensteuer von 45 Prozent will die FDP festhalten, die derzeit ab einem Jahreseinkommen von rund 278.000 Euro greift. Ebenso soll das Ehegattensplitting erhalten bleiben.
Doch nicht nur Bürger sollen profitieren: Auch Unternehmen stellt die FDP deutliche Entlastungen in Aussicht. Die Unternehmenssteuern sollen nach den Vorstellungen der Partei auf 20 Prozent sinken. „Das gebietet der internationale Wettbewerb“, heißt es zur Begründung. Derzeit liegt die Belastung durch Gewerbe- und Körperschaftsteuer bei rund 30 Prozent. +++











