Paukenschlag am Main: Eintracht Frankfurt hat Cheftrainer Dino Toppmöller mit sofortiger Wirkung entlassen. Der Bundesligist bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte und zog damit früh im neuen Jahr die Reißleine. Vorausgegangen war eine umfassende sportliche Analyse der vergangenen Wochen, insbesondere nach den ersten drei Pflichtspielen im Jahr 2026, die aus Sicht der Vereinsführung Anlass zur Sorge gaben.
Sportvorstand Markus Krösche erklärte die Entscheidung und schlug dabei versöhnliche Töne an. Er würdigte ausdrücklich die Verdienste Toppmöllers, der die Eintracht nach einer schwierigen Umbruchphase stabilisiert und zurück in die internationalen Wettbewerbe geführt hatte. Besonders hervorgehoben wurde die vergangene Saison, in der Frankfurt unter Toppmöller mit Platz drei die beste Bundesliga-Platzierung der Vereinsgeschichte feiern konnte – ein Meilenstein für den Klub.
Trotz dieser Erfolge sah sich die Vereinsführung nun zum Handeln gezwungen. Krösche sprach von einer „rückläufigen Entwicklung“ und betonte, dass der Anspruch des Klubs auf einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball in der laufenden Saison bislang nicht ausreichend erfüllt worden sei. Um die sportlichen Ziele nicht zu gefährden, habe man sich daher für einen Neustart auf der Trainerposition entschieden und erhoffe sich einen neuen Impuls für die Mannschaft.
Bis auf Weiteres wird das Traineramt interimistisch neu besetzt. Die Verantwortung übernimmt U21-Cheftrainer Dennis Schmitt, der künftig die federführende Rolle innehaben wird. Unterstützt wird er von U19-Trainer Alexander Meier, der ebenfalls in den Trainerstab der Profimannschaft aufrückt. Gemeinsam sollen sie das Team stabilisieren und durch die kommenden Aufgaben führen, während der Verein nach einer langfristigen Lösung sucht.
Dino Toppmöller selbst zeigte sich enttäuscht über die Trennung, akzeptierte die Entscheidung der Verantwortlichen jedoch. In einem Abschiedswort bedankte er sich beim Verein für die Zusammenarbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre und wünschte der Eintracht für die Zukunft sportlich alles Gute. Damit endet eine Ära, die große Erfolge, aber zuletzt auch wachsende Zweifel mit sich brachte. +++ adm










