Eine Million Euro fürs Freibad: Petersberg jubelt über Weihnachtsgeschenk aus Wiesbaden

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Bildunterschrift: Unterstützen gemeinsam die Sanierung des Petersberger Freibades (von links): Manuel Schäfer, Michael Ruhl, Claudia Brandes, Sebastian Müller und Harald Piaskowski. Foto: Sebastian Kircher

Große Freude kurz vor Weihnachten in Petersberg im Landkreis Fulda: Die Gemeinde darf sich über eine satte Finanzspritze des Landes Hessen freuen. Satte 1 Million Euro fließen in die dringend notwendige Sanierung des Freibades Waidesgrund. Das Geld kommt genau zur richtigen Zeit, denn das Freibad ist in die Jahre gekommen. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich nach der Freibadsaison 2026 beginnen, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht.

Das Freibad Waidesgrund ist inzwischen 60 Jahre alt. In all den Jahrzehnten wurde immer wieder nur hier und da geflickt, doch vor allem die Technik und die Energieeffizienz sind längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Jetzt soll Schluss sein mit Stückwerk – eine Generalsanierung steht an. Die Gemeinde rechnet dabei mit Investitionen in Höhe von rund 9 Millionen Euro. Eine enorme Summe. Bürgermeisterin Claudia Brandes macht klar: „Solche Summen können wir nicht allein stemmen. Wir sind auf Fördermittel angewiesen.“ Ein wichtiger erster Schritt ist nun getan: Staatssekretär Michael Ruhl aus dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat überreichte der Gemeinde rechtzeitig vor Weihnachten den Förderbescheid über 1 Million Euro.

Das Geld stammt aus dem Landesprogramm SWIMplus. Insgesamt stellt das Land Hessen darüber 25 Millionen Euro für die Modernisierung von Schwimmbädern bereit. Staatssekretär Ruhl machte deutlich, warum diese Förderung so wichtig ist: „Ein Schwimmbad zu unterhalten, das bedeutet für Kommunen einen hohen Aufwand. Gleichzeitig ist Schwimmen eine Kulturfertigkeit, die leider zunehmend verloren geht.“ Deshalb unterstütze die Landesregierung die Kommunen bei solchen Projekten sehr gerne. Investitionen in Schwimmbäder seien Investitionen in die Infrastruktur – und damit in die Attraktivität einer Gemeinde. Petersberg erhält dabei sogar die Maximalförderung von 1 Million Euro. „Mit dieser Summe lässt sich etwas erreichen“, zeigte sich Ruhl überzeugt.

Auch der Landtagsabgeordnete Sebastian Müller fand deutliche Worte. Für ihn ist die Förderung „ein starkes Signal vom Land Hessen, den Kommunen an dieser Stelle unter die Arme zu greifen“. Das Programm SWIMplus habe das Ziel, die Infrastruktur nicht nur in den Ballungsräumen, sondern vor allem in der Fläche zu erhalten. Gerade der ländliche Raum werde dadurch gestärkt. Müller betonte zudem die gesellschaftliche Bedeutung von Schwimmbädern: „Sie haben eine soziale Funktion, die über den Schwimmkurs und den Schulsport hinausgehen. Sie sind Treffpunkt, Erholungsort, für alle Gesellschaftsschichten offen. Das darf nicht unterschätzt werden.“

Deutliche Worte kamen auch von Harald Piaskowski vom Sportkreis Fulda-Hünfeld. Er erinnerte daran, dass in der Region bereits Schwimmbäder geschlossen worden seien: „Wir dürfen nicht noch mehr Einrichtungen verlieren.“ Besonders nach der Corona-Pandemie hätten viele Kinder die Grundfertigkeit Schwimmen gar nicht erst lernen können. Umso wichtiger sei es, bestehende Bäder zu erhalten. Piaskowski dankte der Gemeinde ausdrücklich für den Mut, die Sanierung anzugehen.

Bürgermeisterin Claudia Brandes zeigte sich dankbar für die Unterstützung des Landes und machte deutlich, dass das Projekt weit über Petersberg hinaus Wirkung hat: „Das Freibad Waidesgrund wird jährlich von rund 80.000 Menschen besucht.“ Hier finde Schulsport statt, Vereine bieten ihre Kurse an, und die DLRG trainiere das Rettungsschwimmen. „Wir bekennen uns klar dazu, unser Schwimmbad erhalten und zukunftsfähig machen zu wollen, und freuen uns deswegen sehr über die großzügige Unterstützung vom Land Hessen“, so Brandes.

Zum Abschluss gab Manuel Schäfer, im Rathaus für das Freibad zuständig, einen Ausblick auf die nächsten Schritte. In den kommenden Wochen soll die Planungsleistung vergeben werden. Die Auftragsvergabe ist bis zum Sommer 2026 vorgesehen, sodass nach der Freibadsaison 2026 mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann. Die Sanierung soll etwas weniger als zwei Jahre dauern. Das bedeutet: Das Freibad wird im Jahr 2027 voraussichtlich geschlossen bleiben – soll aber pünktlich zur Saison 2028 in neuem Glanz wiedereröffnet werden. +++

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