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Ein Blick hinter die Kulissen: Mobile Ausbildungsmesse bringt Schüler und Betriebe zusammen

In Zeiten von Fachkräftemangel und sinkenden Bewerberzahlen setzen Kommunen zunehmend auf direkte Begegnungen zwischen Jugendlichen und Unternehmen. In Hünfeld geht die Stadt diesen Weg nun bereits zum zweiten Mal. Am Dienstag, 10. Februar, findet dort erneut eine mobile Ausbildungsmesse statt, die Schülerinnen und Schüler unmittelbar in Betriebe und Institutionen führt – weg von Messeständen, hinein in den Arbeitsalltag.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Hünfeld gemeinsam mit der Azubi Region Fulda sowie der Jahnschule, der Konrad-Zuse-Schule, der Wigbertschule und der Christian-Andersen-Schule. Insgesamt 24 Unternehmen und Institutionen beteiligen sich an dem Projekt. Sie öffnen an diesem Tag ihre Türen und stellen ihre Ausbildungsberufe sowie dualen Studiengänge vor. Rund 260 Schülerinnen und Schüler haben sich im Vorfeld für die Teilnahme angemeldet.

Bürgermeister Benjamin Tschesnok sieht in der erneuten Auflage der Messe ein klares Signal. Die Resonanz sei wieder groß, sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Jugendlichen, betont er. Ziel der Veranstaltung sei es, Betriebe und Institutionen bei der Suche nach ihren Fachkräften von morgen zu unterstützen. Dabei verweist Tschesnok auf die besondere Ausgangslage der Stadt: Hünfeld verfügt über den größten Schulstandort im Landkreis Fulda. Die potenziellen Auszubildenden seien also bereits vor Ort – ein Potenzial, das gezielt genutzt werden müsse.

Das Konzept der mobilen Ausbildungsmesse unterscheidet sich bewusst von klassischen Berufsorientierungsmessen. Zwischen 8 und 15 Uhr besuchen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen jeweils drei der teilnehmenden Betriebe. Dort erhalten sie Einblicke in Arbeitsabläufe, lernen Ausbildungsberufe kennen und können erste Kontakte zu möglichen Ausbildungsstätten knüpfen. Die Anmeldung zu den einzelnen Unternehmen erfolgte vorab, wobei die Betriebe selbst festlegten, wie viele Schülerinnen und Schüler sie gleichzeitig betreuen können.

Vor Ort erwarten die Teilnehmenden nicht nur Gespräche, sondern auch praktische Mitmach-Aktionen, Unternehmensführungen sowie den direkten Austausch mit Auszubildenden und Ausbildungsleitungen. Die teilnehmenden Betriebe verteilen sich innerhalb Hünfelds auf vier Gebiete: das Logistikgebiet Michelsrombach, das Industriegebiet Nord, das Gesundheitsgebiet und das Behördengebiet. Während einige Standorte fußläufig erreichbar sind, kommen in diesem Jahr zusätzlich vier Busse zum Einsatz, um die verschiedenen Bereiche effizient miteinander zu verbinden.

Die mobile Ausbildungsmesse ist damit auch ein logistisches Projekt – und ein Versuch, Berufsorientierung greifbarer zu machen. Statt abstrakter Informationen sollen reale Eindrücke entstehen. Ob sich dieser Ansatz langfristig in Ausbildungsverträgen niederschlägt, bleibt abzuwarten. Für einen Tag jedoch rücken Schule, Wirtschaft und Kommune in Hünfeld eng zusammen. +++

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