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Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Foto: fdi-Mediendienst

Eigenanteil: Pflegebevollmächtigte sieht Klingbeil in der Pflicht

Angesichts weiter steigender Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim sieht die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler (CSU), dringenden politischen Handlungsbedarf. In einem Interview mit dem „Stern“ verwies sie dabei sowohl auf die Verantwortung der Bundesländer als auch auf Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). „Die Eigenanteile in der vollstationären Pflege steigen – das kann so nicht weiter gehen“, sagte Staffler.

Viele Pflegebedürftige seien mit den finanziellen Belastungen inzwischen überfordert. „Alleine können viele Pflegebedürftigen das nicht mehr stemmen“, mahnte die Pflegebevollmächtigte. Aus ihrer Sicht seien deshalb mehrere Ebenen gefragt. Einerseits müssten die Länder Wege finden, deutlich mehr Investitionskosten zu übernehmen. Andererseits sei auch der Bundesfinanzminister in der Pflicht, neue Finanzierungsmodelle zu prüfen.

Als Beispiel nannte Staffler die Ausbildungskosten für Pflegefachkräfte. Diese könnten aus ihrer Sicht über Steuermittel finanziert werden, um Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entlasten. Die Last der Eigenanteile auf breitere Schultern zu verteilen, „wäre für mich gerecht und sozialverträglich“, sagte die CSU-Politikerin.

Hintergrund der Forderungen ist eine aktuelle Auswertung des Verbands der Ersatzkassen mit Stand zum 1. Januar. Demnach müssen Pflegebedürftige im Bundesdurchschnitt im ersten Jahr in einer stationären Pflegeeinrichtung monatlich 3.245 Euro aus eigener Tasche zahlen. Das entspricht einem Anstieg von 137 Euro im Vergleich zum 1. Juli 2025 und sogar 261 Euro mehr als zu Beginn des vergangenen Jahres. +++ adm

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