Pleite-Welle zum Jahresende: In Deutschland sind im Dezember 2025 deutlich mehr Regelinsolvenzen beantragt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag nach vorläufigen Angaben mitteilte, stieg die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,2 Prozent. Dabei ist zu beachten, dass die Insolvenzanträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik eingehen. Der tatsächliche Zeitpunkt der Antragstellung liegt in vielen Fällen rund drei Monate früher.
Auch die endgültigen Zahlen für Oktober 2025 zeichnen ein klares Bild. Nach Angaben der Amtsgerichte wurden in diesem Monat insgesamt 2.108 Unternehmensinsolvenzen beantragt. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem Oktober des Vorjahres. Die finanziellen Folgen für die Gläubiger fielen dabei jedoch geringer aus als zuvor: Die Forderungen aus den im Oktober 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich auf rund 2,6 Milliarden Euro. Im Oktober 2024 hatten sie noch bei etwa 3,8 Milliarden Euro gelegen. Der Rückgang erklärt sich laut Statistikern dadurch, dass im Oktober 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz angemeldet hatten als ein Jahr später.
Umgerechnet auf 10.000 Unternehmen wurden im Oktober 2025 bundesweit 6,1 Unternehmensinsolvenzen registriert. Besonders hart traf es dabei bestimmte Branchen. Die meisten Insolvenzen je 10.000 Unternehmen verzeichnete der Bereich Verkehr und Lagerei mit 12,3 Fällen. Es folgten das Gastgewerbe mit 10,5 Fällen sowie das Baugewerbe mit 8,5 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.
Doch nicht nur Firmen geraten zunehmend in finanzielle Schieflage. Auch private Haushalte sind stärker betroffen. Im Oktober 2025 meldeten die Gerichte insgesamt 6.709 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,6 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahlen zeigen: Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ziehen sich quer durch Unternehmen und Privathaushalte – und die Pleite-Zahlen steigen weiter. +++










