Mit einem landesweiten Förderaufruf hat das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege im Frühjahr 2024 ein Zeichen gegen Vereinsamung im Alter gesetzt. Unter der Leitung von Ministerin Diana Stolz sollten Projekte unterstützt werden, die die soziale Teilhabe von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern stärken und ihre Einbindung in das gesellschaftliche Umfeld fördern. Zu den ausgewählten Einrichtungen gehört auch das Caritas-Altenpflegeheim St. Bonifatius in Stadtallendorf, das mit seinem Konzept „Mitten im Leben“ überzeugen konnte.
Im Herbst 2024 erhielt das Haus die Zusage für eine Förderung von knapp 70.000 Euro. Das Projekt ist Teil eines Gesamtförderpakets von mehr als 1,4 Millionen Euro, das auf zwölf hessische Pflegeheime verteilt wurde. Ziel ist es, neue Strukturen zu schaffen, die Pflegeheime stärker mit ihrem jeweiligen sozialen Umfeld vernetzen.
Diözesancaritas-Direktor Dr. Markus Juch hebt die schnelle Umsetzung vor Ort hervor. „Innerhalb kurzer Zeit gelang es unserer Einrichtungsleiterin Martina Werner, eine Koordinierungsstelle zu schaffen, die seit Anfang 2025 Kooperationen für das Altenpflegeheim mit regionalen Akteuren schafft und neue Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner entwickelt. Das ist ein wunderbares Beispiel für Teilhabe im Alter“, sagte Juch. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt, inzwischen wurde Halbzeit erreicht.
Auch Einrichtungsleiterin Martina Werner zeigt sich zufrieden. „Wir sind nach wie vor sehr glücklich und dankbar über die Projektförderung“, erklärt sie. Durch die neu geschaffene Koordinationsstelle, die mit Hatice Kurtulmus besetzt ist, seien zahlreiche neue Verbindungen im örtlichen Umfeld entstanden. Für die Bewohnerinnen und Bewohner habe sich das Angebot deutlich erweitert: Musik von regionalen Künstlern, die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Stadt Stadtallendorf, ein monatlicher Schallplattennachmittag mit Tanz sowie Besuche und Bastelangebote gemeinsam mit umliegenden Kindertagesstätten gehören inzwischen zum festen Programm. „Das alles wird gerne und rege angenommen“, so Werner.
Caritas-Finanzvorstand Ansgar Erb betont den konkreten Nutzen für die Bewohnerinnen und Bewohner des St.-Bonifatius-Altenpflegeheims. Sie profitierten von einem echten Mehrwert durch mehr Teilhabe am Leben und durch zusätzliche Aktivitäten in und um Stadtallendorf. Gleichzeitig lege das Team großen Wert darauf, dass möglichst alle Menschen in der Einrichtung erreicht werden. Deshalb würden bewusst auch Angebote für Bewohnerinnen und Bewohner mit kognitiven und oder körperlichen Einschränkungen geschaffen.
Auch wenn die Förderung des Projekts derzeit bis September dieses Jahres befristet ist, verfolgt das Altenpflegeheim ein klares Ziel: Die aufgebauten Kooperationen sollen langfristig erhalten bleiben. An entsprechenden Perspektiven arbeiten Martina Werner und ihr Team in Stadtallendorf bereits jetzt. +++ adm










