Die anhaltenden Schneefälle sorgen in der Region weiterhin für massive Probleme. Viele Straßen sind nach wie vor extrem glatt, teilweise sogar komplett blockiert. An einen normalen Verkehr ist derzeit kaum zu denken. Die Folgen treffen vor allem den öffentlichen Nahverkehr: Der gesamte Busverkehr der RhönEnergie Verkehrsbetriebe in den Landkreisen Fulda, Main-Kinzig und Hersfeld-Rotenburg ruht aktuell vollständig.
Mindestens bis 14 Uhr bleiben alle Busse in diesen Regionen im Depot. Ob und wann der Verkehr danach wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit völlig offen. Die Verkehrsbetriebe beobachten die Wetter- und Straßenlage zwar fortlaufend, doch eine Entspannung ist aktuell nicht absehbar. Sicherheit gehe vor, heißt es – sowohl für Fahrgäste als auch für das Fahrpersonal.
Eine Ausnahme gibt es jedoch: Der Stadtverkehr in Bad Hersfeld läuft weitgehend planmäßig weiter. Während andernorts Busse stillstehen, rollen sie dort weiterhin durch die Stadt. Dennoch ist auch hier die Lage angespannt. Am ansonsten leergefegten Busbahnhof am Stadtschloss haben die RhönEnergie Verkehrsbetriebe vorsorglich zwei Busse mit beheiztem Innenraum bereitgestellt. Sie dienen als Wärmestuben für Menschen, die sich vor der Kälte schützen müssen.
Die Situation bleibt angespannt, die Straßen glatt, der Winter fest im Griff. Fahrgäste werden gebeten, sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen zu informieren und nach Möglichkeit auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten.
Doch nicht nur auf den Straßen herrscht Chaos – auch auf der Schiene geht derzeit kaum noch etwas. Wegen des massiven Wintereinbruchs ist es am Montag bundesweit zu erheblichen Verspätungen und zahlreichen Zugausfällen gekommen. Wie die Bahn am Vormittag mitteilte, werden im Laufe des Tages vor allem im Norden weitere Einschränkungen erwartet.
Besonders stark betroffen sind die Fernverkehrsstrecken Berlin–Stralsund und Berlin–Rostock. Dort konnten am Vormittag überhaupt keine Fernverkehrszüge verkehren. Nach Angaben der Bahn ist davon auszugehen, dass die Störungen auf diesen Verbindungen den gesamten Montag über anhalten werden.
Auch auf der wichtigen Strecke Hamburg–Hannover läuft der Verkehr nur sehr eingeschränkt. Fernverkehrszüge sind mit teils erheblichen Verspätungen unterwegs. So erreichte der erste ICE aus Berlin sein Ziel nicht wie geplant um 7:11 Uhr, sondern erst gegen 11 Uhr. Zudem fallen weiterhin einzelne Züge auf dieser Verbindung komplett aus.
Weitere Probleme gibt es im Süden: In den Großräumen Stuttgart und Ulm kommt es ebenfalls zu Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr. Reisende müssen sich auch hier auf längere Wartezeiten und kurzfristige Änderungen einstellen.
Der Winter zeigt sich damit von seiner harten Seite – und legt weite Teile des öffentlichen Verkehrs lahm. Fahrgäste werden dringend gebeten, sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen zu informieren und, wenn möglich, auf nicht zwingend notwendige Fahrten zu verzichten. +++ adm










