Linde

Bericht: Linde plant Stellenabbau in Deutschland

Beim Industriegase-Konzern Linde stehen offenbar hunderte Arbeitsplätze in Deutschland auf der Kippe. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Dienstagausgabe berichtet, will das Unternehmen in seiner Anlagen-Sparte mehrere hundert Stellen abbauen. Betroffen sind demnach die Standorte in Höllriegelskreuth bei Pullach und in Dresden.

Konkret ist laut Bericht von bis zu 400 Arbeitsplätzen die Rede, die bis Ende Mai wegfallen könnten. Das entspräche fast jeder vierten Stelle im Anlagenbau an den beiden Standorten. Nach Angaben der Zeitung laufen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern und den Betriebsräten derzeit auf Hochtouren. Betroffene hätten von intensiven Gesprächen berichtet.

Zur Begründung erklärte Linde, der Anlagenbau sei „einem intensiven und zunehmenden internationalen Kosten- und Technologiewettbewerb ausgesetzt“. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, müsse diese gestärkt werden. Das mache „eine kontinuierliche Anpassung von Organisation und Ressourcen der Anlagenbau-Sparte“ erforderlich.

In einem Schreiben an die Beschäftigten, aus dem die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert, werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrere Optionen genannt. Demnach können sie in den kommenden Wochen entweder bis Ende März einem Aufhebungsvertrag zustimmen, sich bis Ende April in eine Transfergesellschaft verlegen lassen oder – sofern möglich – bis Ende März eine Altersteilzeit-Vereinbarung abschließen. Wer alle Fristen verstreichen lasse, müsse mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.

Linde ist der weltweit größte Anbieter von Gasen für die Industrie und wird seit der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair aus den Vereinigten Staaten geführt. Der Konzern erwirtschaftet hohe Gewinne. Der Anlagenbau, dessen Zentrale sich in Höllriegelskreuth bei München befindet, macht dabei allerdings nur einen vergleichsweise kleinen Teil von Umsatz und Gewinn aus. +++ adm

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