Fusion oder Zusammenarbeit? Diese Frage sorgt nach dem jüngst erschienenen Zeitungsartikel erneut für Zündstoff in Bad Salzschlirf. Schon seit vielen Jahren fordert die Freie Wählerliste eine mögliche Fusion mit der Nachbargemeinde Großenlüder – doch echte Fortschritte? Fehlanzeige. Jetzt meldet sich die CDU-Fraktion Bad Salzschlirf deutlich zu Wort und macht unmissverständlich klar: Eine Fusion ist keine Lösung für die aktuellen finanziellen Probleme der Gemeinde.
Für die CDU ist der richtige Weg längst bekannt – und bewährt. Statt eines Zusammenschlusses setzt sie konsequent auf den Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ). Ein Kurs, der bereits unter dem früheren Bürgermeister Matthias Kübel erfolgreich eingeschlagen wurde. Verwaltungskosten senken, Strukturen effizienter machen – ohne die kommunale Selbstständigkeit aufs Spiel zu setzen.
Alexander Kluge, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Bad Salzschlirf, bringt es auf den Punkt: Die interkommunale Zusammenarbeit sei kein neues Experiment, sondern ein erprobtes Modell mit klaren Vorteilen. Genau diesen Weg müsse man weitergehen und ausbauen, anstatt leichtfertig die Eigenständigkeit der Gemeinde zu riskieren.
Aus Sicht der CDU-Fraktion bietet eine Fusion weder verlässliche finanzielle Vorteile noch eine Stärkung der demokratischen Mitbestimmung. Im Gegenteil: Es drohten größere Verwaltungsapparate, längere Entscheidungswege und ein spürbarer Verlust an Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.
Auch Dirk Sauer, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands, warnt vor falschen Versprechungen. Fusionen würden häufig als Allheilmittel verkauft, doch zahlreiche Beispiele zeigten, dass die angekündigten Einsparungen in der Praxis oft ausbleiben. Kooperationen seien der deutlich bessere Weg – flexibel, zielgerichtet und ohne Identitätsverlust.
Die CDU-Fraktion spricht sich deshalb klar für den weiteren Ausbau bestehender und neuer IKZ-Strukturen aus. Ob Verwaltung, IT, Beschaffung oder technische Dienstleistungen – hier sieht die CDU großes Potenzial für echte Einsparungen und effizienteres Arbeiten.
Noch deutlicher wird Lina Reus, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Bad Salzschlirf. Für sie steht fest: Bad Salzschlirf braucht keine Fusion. Die Probleme des Ortes ließen sich nicht einfach auf Großenlüder abwälzen. Die finanzielle Schwäche könne nur durch Verwaltungsoptimierung und echte Sparanstrengungen überwunden werden. Auch der Ausbau des Gewerbegebietes sei eine geeignete Maßnahme, um die Einnahmesituation nachhaltig zu verbessern.
Doch genau hier sieht die CDU massiven Nachholbedarf. Seit Monaten vermisse man aufrichtiges Bemühen und echte Impulse des Bürgermeisters. Stattdessen gebe es Steuererhöhungen, Fusionsvisionen – aber keine ernsthaften Sparanstrengungen.
Abschließend fordert die CDU-Fraktion eine sachliche und transparente Debatte sowie eine klare politische Prioritätensetzung statt Augenwischerei. Denn offenbar sei der Vorschlag einer Fusion mit der Nachbargemeinde nicht einmal abgestimmt worden. Die CDU bezweifelt deutlich, dass Großenlüder bereit ist, die fehlenden Hausaufgaben von Bürgermeister Klug zu übernehmen. +++










