Fulda: Mit über 120 km/h durch die Stadt – Angehörige attackieren Polizisten bei Kontrolle

Ein 32-jähriger Autofahrer steht im Verdacht, in der Nacht zu Sonntag, 25. Oktober, mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Fuldaer Stadtgebiet gefahren zu sein. Bei den anschließenden polizeilichen Maßnahmen kam es zu massiven Widerstandshandlungen durch mehrere hinzugekommene Personen, bei denen eine Polizeibeamtin verletzt wurde.

Gegen 0.40 Uhr fiel einer Zivilstreife der Polizeistation Fulda im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung ein schwarzer BMW mit Schweizer Zulassung auf. Das Fahrzeug war auf der Dalbergstraße in Richtung Von-Schildeck-Straße unterwegs und wurde mit einem Tempo von 77 km/h gemessen. Die Einsatzkräfte folgten dem Wagen daraufhin zunächst ohne Anhaltesignal. Nach den bisherigen Erkenntnissen setzte der Fahrer seine Route über die Bardostraße, die Maberzeller Straße, den Fuldaer Weg, die Schlitzer Straße und die Straßburger Straße fort. Dabei steigerte er seine Geschwindigkeit innerorts nach Einschätzung der Beamten zeitweise auf deutlich über 120 km/h. In der Brüsseler Straße gelang es der Zivilstreife schließlich, den BMW zu stoppen und den Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen.

Aufgrund der festgestellten Fahrweise ergab sich der Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Fulda ordneten die Einsatzkräfte die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung an. Zu diesem Zweck begaben sich die Beamten gemeinsam mit dem 32-Jährigen zu einem Geldautomaten. Vor Ort bat der Mann darum, telefonisch einen Übersetzer zu kontaktieren.

Im weiteren Verlauf erschienen am Geldautomaten mehrere Personen, bei denen es sich nach ersten Erkenntnissen um Angehörige des Fahrers handeln könnte. Diese Gruppe trat den Einsatzkräften gegenüber zunehmend aggressiv auf und versuchte, die Maßnahmen durch lautstarke Äußerungen sowie tätliche Übergriffe zu beeinflussen. Dabei kam es nach aktuellem Ermittlungsstand zu Schlägen und Tritten gegen die Polizeibeamten. Zur Bewältigung der Situation zogen die Beamten weitere Streifen hinzu. Den Einsatzkräften gelang es schließlich, die Lage unter Kontrolle zu bringen und die beteiligten Personen vorläufig festzunehmen. Eine Beamtin erlitt bei dem Vorfall Verletzungen und war im Anschluss nicht mehr dienstfähig. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle vorläufig Festgenommenen wieder entlassen.

Gegen den 32-jährigen Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Gegen die weiteren Beteiligten wird wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die die Fahrweise des schwarzen BMW in der Nacht zu Sonntag beobachtet haben oder möglicherweise dadurch gefährdet wurden, sich bei der Polizeistation Fulda unter der Telefonnummer 0661/105-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Hinweise können auch online über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de eingereicht werden. +++

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