Schockmoment beim Fußball-Verbandsligisten SG Eiterfeld/Leimbach: Am Sonntagmittag musste der Verein bekanntgeben, dass Trainer Andreas Herzberg seinen Job mit sofortiger Wirkung aus gesundheitlichen Gründen aufgibt. Betroffene Gesichter, große Bestürzung – diese Nachricht traf Mannschaft, Verantwortliche und Umfeld völlig unerwartet. Für den Verein war jedoch sofort klar: Die Gesundheit des Menschen steht über allem.
Natürlich entsprach die SG Eiterfeld/Leimbach dem Wunsch ihres Trainers. Mit großem Respekt vor der Situation und mit dem Bewusstsein, dass es in diesem Moment um weit mehr geht als um Fußball. Die Nachricht versetzte den Verein zunächst in eine Art Schockstarre. Doch bei aller sportlichen Tragweite war die Haltung eindeutig: Andreas Herzberg und seine Gesundheit haben absolute Priorität.
„Wir sind natürlich sehr traurig über diese Nachricht“, sagt der 1. Vorsitzende Stephen Petrich. Herzberg habe den Verein im vergangenen Jahr in einer extrem schwierigen Phase übernommen – und entscheidend geholfen. Nach dem geschafften Klassenerhalt in der Verbandsliga und dem Abgang von sieben Leistungsträgern gelang es ihm, mit vielen jungen Spielern in der Hinrunde dieser Saison starke 23 Punkte zu holen. Die SG wurde sportlich stabilisiert und in ruhigere Fahrwasser geführt. Petrich lobt die Arbeit des Trainers in höchsten Tönen: akribisch, fachlich auf Top-Niveau und zugleich geprägt von großer Menschlichkeit. Dafür ziehe der Verein den Hut und sage Danke.
Auch der 2. Vorsitzende Andreas Köller macht deutlich, wie schwer diese Entscheidung wiegt. „Der Mensch und seine Gesundheit stehen über allem – gerade in dieser Situation.“ Der Verein habe dem Wunsch des Trainers deshalb ohne Zögern entsprochen. Jetzt gehe es einzig darum, dass Andreas Herzberg seine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekomme. Die Wünsche seien klar: von Herzen nur das Beste.
Sportlich steht die SG Eiterfeld/Leimbach zur Winterpause auf Rang elf der Verbandsliga Nord – und damit über dem Strich. Wie es auf der Trainerbank in der Rückrunde weitergeht, ist offen. Der Verein schließt auch eine interne Lösung ausdrücklich nicht aus. Eine endgültige Entscheidung soll erst Anfang 2026 und ohne Zeitdruck getroffen werden.
Tief bewegt zeigt sich auch Sportlicher Leiter Florian Roth. „Als Freund, Spieler und Trainerkollege war ich zunächst geschockt“, sagt er. Herzberg habe ihn über die gesamte gemeinsame Zeit hinweg sowohl fachlich als auch menschlich beeindruckt. Doch manchmal verlaufe das Leben anders als geplant. Das müsse man akzeptieren. Seine Wünsche sind eindeutig: Gesundheit und alles Gute.
Zum Abschied richtet der gesamte Verein noch einmal klare Worte an seinen Trainer: Dank für außergewöhnliches Engagement, große Leidenschaft und hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr. Und ein Wunsch, der alles überragt – dass Andreas Herzberg gesund wird. +++









