Diese Aufgabe ist eine Herausforderung. Vor allem für die Fußballer des Hünfelder SV, wenn sie am Freitagabend (20 Uhr, Rhönkampfbahn) den SV Rot-Weiß Walldorf erwarten. Schließlich ist der gastgebende HSV Tabellenführer der Hessenliga – Gegner Walldorf hat sich durch den klaren 3:0-Heimsieg gegen Regionalliga-Absteiger Alzenau am vergangenen Sonntag auf den fünftletzten Platz vorgearbeitet. Denn nicht nur Fußballer wissen, dass dieser Fakt nach gerade mal sechs Spielen gar nichts besagt und diese Momentaufnahme nicht mal dafür taugt, an der Kabinentür des HSV aufgehängt zu werden. Vielmehr ist sie eine Chance für das Spiel im Kopf. Es dort zu lösen – und nicht mit anderen Hirngespinsten.
Selbst vier Siege in Folge, die der HSV eingeheimst und sich erarbeitet hat, helfen nicht so ohne Weiteres weiter, in torgefährliche Räume zu kommen oder einen versprechenden Angriff des Kontrahenten abzuwehren und den von der eigenen Box fernzuhalten. Ob er denn mit einem solch guten Start in die Saison gerechnet habe? „Das kann man nicht. Aber wenn man sich unser Training anschaut – und wir haben gut trainiert, kommt das nicht von ungefähr“, findet Benjamin Fuß erklärende Worte. Hünfelds Trainer ist sich bewusst – wie es auch sein Vorgänger Johannes Helmke in den letzten Jahren immer mal wieder betonte -, dass die bisherigen Spiele auch anders oder in die andere Richtung hätten ausgehen können. Aber die Mannschaft des HSV erarbeitete sich ihre Erfolge. „Das ist zwar erfreulich“, schiebt Hünfelds Trainer nach, „und die Erfolge geben uns Selbstvertrauen. Wir wissen aber auch, dass unsere Spiele über Leidenschaft und Intensität gewonnen werden.“ Wichtig ist ihm vor allem eins: „Wir haben noch nichts erreicht.“ Es sei vorrangig, sich auch weiterzuentwickeln.
Es verwundert, dass nach dieser frühen Phase in der Saison, Mannschaften am Ende der Tabelle stehen, mit denen man nicht eben rechnete – Gießen, Hummetroth, der KSV Baunatal oder eben Alzenau. Dann kommt Walldorf. Und über jenes Team, das am Freitagabend in der Rhönkampfbahn aufkreuzt, hat nicht nur Fuß eine hohe Meinung. „Ein sehr unangenehmer Gegner“, urteilt der HSV-Coach, „die Mannschaft hat genügend Qualität. Sie hat starke Neuzugänge bekommen – und sich jetzt noch mit Richard Weil, sehr erfahren und routiniert, verstärkt.“ Walldorf verfüge auch über ein neues Trainergespann, „das muss sich erst einmal alles einspielen“. Cheftrainer ist Sascha Volk. Bis auf Jean-Luca Trabert, der sein Auslandssemester in Spanien angetreten hat, bleibt beim HSV alles beim Alten. +++ rl













