Der Leichtathletik-Kreis Fulda-Hünfeld stand in diesem Jahr gleich mehrfach im Fokus des hessischen Leichtathletik-Nachwuchses. Nachdem bereits im Juni die Hessischen Meisterschaften der Jugend U18/U20 im Fuldaer Stadion Johannisau erfolgreich ausgetragen wurden, folgte nun das nächste sportliche Highlight. Am Samstag wurde auf der Hünfelder Rhönkampfbahn das Hessenfinale im „Kinderleichtathletik-Teamwettbewerb U12“ ausgetragen. Der gastgebende Hünfelder SV bewies dabei einmal mehr die Qualitäten des Kreises als Ausrichter von Großveranstaltungen.
Für das Team des Hünfelder SV waren die Vorzeichen diesmal andere als beim Hessenfinale 2022. Damals war die Mannschaft noch als Mitfavorit in den Wettbewerb gegangen und hatte prompt die Hessenmeisterschaft gewonnen. In diesem Jahr zog das Team hingegen über die Wildcard des Ausrichters in das hochkarätig besetzte Finale ein.
Auch die Vorbereitung auf den Wettkampftag stellte die Organisatoren vor eine Herausforderung. Um keinen Stress aufkommen zu lassen, war eigentlich geplant, die Wettkampfstätten bereits am Freitag aufzubauen. Das Wetter machte diesem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung. Wie eingespielt das Organisationsteam des Hünfelder SV inzwischen ist, zeigte sich am Samstag. Die Aufbauarbeiten gingen Hand in Hand, sodass die Veranstaltung pünktlich mit dem Einzug der 17 teilnehmenden Mannschaften beginnen konnte.
Am Start waren die stärksten Teams Hessens, die sich in vier Regionalvorkämpfen für das Finale qualifiziert hatten. Eigentlich waren dafür 15 Mannschaften vorgesehen. Aufgrund einer Punktgleichheit kam jedoch ein weiteres Team hinzu. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld durch die Vertretung des Hünfelder SV, die über die Wildcard des Veranstalters in das Finale einzog.
Der Wettkampftag bot den jungen Athletinnen und Athleten ein abwechslungsreiches Programm. Jedes Team bestand aus mindestens sechs und höchstens elf Kindern und musste aus Mädchen und Jungen gemischt gebildet werden. In der Altersklasse U12 starteten Kinder der Jahrgänge 2015 und 2016, wobei auch Kinder des jüngeren Jahrgangs 2017 startberechtigt waren.
Um 10.30 Uhr begann der Tag mit dem feierlichen Einzug der Mannschaften, bevor um 11 Uhr der erste Startschuss fiel. Den Auftakt bildeten fünf packende Staffelläufe über jeweils 6 x 50 Meter. Anschließend standen Additions-Weitsprung, Schlagwurf mit dem Nerf-Heuler und Drehwurf mit Tennisringen auf dem Programm. Den Abschluss des Teamwettkampfs bildete ein 1.500 Meter langer Crosslauf auf dem anspruchsvollen Gelände rund um die Rhönkampfbahn.
Den Hessenmeistertitel sicherten sich die „Turboadler“ von Eintracht Frankfurt. Die Frankfurter dominierten das Finale und mussten sich lediglich im Schlagwurf mit dem zweiten Platz begnügen. In allen anderen vier Disziplinen setzten sie sich souverän durch. Mit lediglich sechs Platzierungspunkten holten sie sich damit überlegen den Titel.
Spannend verlief dagegen der Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Überraschend stark präsentierte sich das „Team Vogelsberg“ der Startgemeinschaft Mittelhessen. Mit 19 Platzierungspunkten sicherte sich die Mannschaft den zweiten Platz und damit die Vize-Hessenmeisterschaft. Den dritten Platz teilten sich punktgleich die „Hattersheimer Kometen“ und der Wiesbadener LV. Beide Teams kamen auf jeweils 22 Platzierungspunkte.
Auch die beiden osthessischen Vertreter konnten sich im starken landesweiten Teilnehmerfeld gut behaupten. Der TV-Jahn Neuhof überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und belegte einen ausgezeichneten sechsten Platz. Die Mannschaft des gastgebenden Hünfelder SV wuchs vor heimischem Publikum ebenfalls über sich hinaus. Mit großem Kampfgeist erreichten die jungen Athletinnen und Athleten im starken hessischen Teilnehmerfeld einen beachtlichen zehnten Platz.
Mit einer gemeinsamen und stimmungsvollen Siegerehrung fand der Teamwettbewerb seinen offiziellen und feierlichen Abschluss. Für die Nachwuchsathletinnen und -athleten bot die Veranstaltung damit nicht nur einen sportlichen Höhepunkt, sondern auch einen würdigen Rahmen für die Ehrung der besten Mannschaften des Landes.
Ganz vorbei war der Leichtathletik-Tag auf der Rhönkampfbahn damit allerdings noch nicht. Im Anschluss an das Hessenfinale erhielten rund 20 Geherinnen und Geher die Möglichkeit, auf der Bahn an den Start zu gehen. Auf dem Programm standen Distanzen über 600 Meter, 1.000 Meter, 2.000 Meter, 3.000 Meter und 5.000 Meter. Damit bot die Veranstaltung auch den Spezialisten im Gehen eine der inzwischen seltenen Wettkampfmöglichkeiten. Für die Leichtathletik-Gemeinschaft war dies eine willkommene Ergänzung des sportlichen Programms, da Gehwettbewerbe nur vergleichsweise selten angeboten werden.
Dass der lange und intensive Wettkampftag reibungslos über die Bühne ging, war vor allem der Gemeinschaftsleistung des Hünfelder SV zu verdanken. Insgesamt 56 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, darunter auch zahlreiche ältere Leichtathletik-Athleten. Sie sorgten dafür, dass die Hessischen Meisterschaften unter den anspruchsvollen Bedingungen professionell durchgeführt werden konnten.
Dabei stellte der Hünfelder SV sämtliche für einen solchen hochkarätigen Wettkampf notwendigen personellen Ressourcen aus den eigenen Reihen zur Verfügung. Das reichte vom Catering über Kampfrichter, Helfer und Starter bis hin zur vereinseigenen Zeitmessung und dem Wettkampfbüro. Die Ausrichtung einer solchen Großveranstaltung erwies sich damit einmal mehr als echte Teamarbeit innerhalb des Vereins. Der Hünfelder SV hat erneut unter Beweis gestellt, dass er sich auf die professionelle Organisation und Durchführung Hessischer Meisterschaften versteht. Den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern galt am Ende ein besonderer Dank für ihren Einsatz und für dieses sportliche Highlight auf der Hünfelder Rhönkampfbahn. +++














