Es ist ein Fund, der selbst erfahrene Ermittler stutzen lässt. 35 Zähne, verstreut auf einem Gehweg, entdeckt an einem gewöhnlichen Sonntag in der Kinzenbacher Straße – und bis jetzt ohne jede schlüssige Erklärung. Was zunächst wie ein bizarrer Einzelfall klingt, hat sich binnen Stunden zu einem Fall entwickelt, der die Gießener Kriminalpolizei in alle Richtungen ermitteln lässt.
Der Hinweis kam am 15. März von einem Zeugen, der beim Anblick der Zähne offenbar nicht lange zögerte und die Polizei informierte. Eine Streife rückte aus und sicherte vor Ort das, was sich als ungewöhnlich umfangreicher Fund herausstellte: insgesamt 35 Zähne, größtenteils vollständig, einige nur noch in Fragmenten. Ein Bild, das Fragen aufwirft, bevor überhaupt Antworten möglich sind.
Was zunächst wie ein medizinischer oder gar zahnärztlicher Zusammenhang erscheinen könnte, erwies sich schnell als Sackgasse. Weder die Befragung von Anwohnern noch Nachfragen bei einer nahegelegenen Zahnarztpraxis lieferten Hinweise auf die Herkunft der Zähne. Niemand will etwas gesehen haben, niemand kann sich erklären, wie sie dorthin gelangten.
Klar ist bislang nur eines: Nach Angaben des rechtsmedizinischen Instituts, das in die Ermittlungen eingebunden wurde, handelt es sich um menschliche Zähne. Eine Erkenntnis, die den Fall nicht einfacher macht – im Gegenteil. Denn obwohl der Fund makaber wirkt, gibt es derzeit keinerlei konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat. Ein Zusammenhang mit einem Verbrechen konnte bislang nicht hergestellt werden.
Die Ermittler stehen damit vor einem Rätsel, das sich nicht so leicht einordnen lässt. Sind die Zähne das Ergebnis eines ungewöhnlichen Entsorgungsvorgangs? Ein makabrer Streich? Oder steckt doch mehr dahinter, als sich im Moment erkennen lässt? Die Kriminalpolizei hält sich bewusst alle Optionen offen und ermittelt in sämtliche Richtungen.
Gleichzeitig hoffen die Beamten auf Hinweise aus der Bevölkerung. Jeder noch so kleine Beobachtungsfetzen könnte helfen, das Puzzle zu vervollständigen. Wer Angaben zur Herkunft der Zähne machen kann oder etwas Verdächtiges bemerkt hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0641/7006-6555 bei der Kriminalpolizei zu melden.
Bis dahin bleibt ein Fund, der aus dem Alltag herausfällt – und ein Stück Ungewissheit, das mitten auf einem Gehweg begann. +++











