25 Jahre Innovationspower: Wie Hessens Ideen-Schmiede das Land nach vorn katapultiert

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Es gibt Momente, in denen selbst erfahrene Profis kurz innehalten – und staunen. Für Alexander Bracht, Abteilungsleiter für Innovations- und Nachhaltigkeitsprojekte bei der Hessen Agentur, ist genau so ein Moment gekommen. „Wir blicken auf 25 Jahre Erfahrung in der Innovationsförderung zurück. Wir fördern Ideen, bis sie zur Marktreife kommen – das ist unser Ziel, und damit wollen wir Hessen voranbringen. Eine sehr schöne Aufgabe“, sagt er im Gespräch mit Daniel Fischer – und man spürt förmlich den Stolz zwischen den Zeilen.

„Wir“, das ist nicht irgendwer. Das ist ein 20-köpfiges Team, das im Auftrag des Landes Hessen dort anpackt, wo die Zukunft entsteht: bei Start-ups, kreativen Köpfen, Energiepionieren, E-Mobilitäts-Vordenkern oder Forschenden, die aus einer Idee ein marktfähiges Produkt machen wollen. Unternehmen – besonders die kleinen und mittelständischen –, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Vereine: Sie alle gehören zu denjenigen, die hier Unterstützung finden.

Und als wäre das nicht genug, steht das Team nicht allein da. Die Expertinnen und Experten der Hessen Trade & Invest sowie der LEA LandesEnergieAgentur Hessen arbeiten eng mit der Innovationsförderung zusammen. Ein geballtes Kompetenznetz – oder wie Bracht es nennt: „Wir sind ein Innovationsradar.“ Dass dabei auch skurrile Ideen auf den Tisch kommen, verschweigt er nicht. Ein Perpetuum Mobile wurde ihm schon mehrfach angeboten – jedoch ohne Erfolg. Denn eines gehört untrennbar dazu: Die Spreu vom Weizen trennen. Und genau das macht die „InnoFö“, wie die Insiders sie nennen, mit sicherem Blick und viel Erfahrung.

Ein Blick nach vorn zeigt, dass das Tempo eher noch anzieht: „Bis zur Jahresmitte haben wir 250 Beratungsfälle sowie 150 neue Skizzen und Anträge bearbeitet und 450 Projekte am Laufen gehalten“, berichtet Bracht über das Jahr 2025. Und weiter geht’s: 2026 stehen gleich neun neue Programme in den Startlöchern. Ein Blick zurück offenbart die ganze Dimension der Arbeit: Seit 2004 wurden 1.900 Projekte gefördert, im Schnitt also rund 100 pro Jahr – mit mehr als 300 Millionen Euro Fördermitteln. Und das Beste daran: Die Projektpartner legen in der Regel etwa genauso viel drauf. So sind gemeinsam mehr als eine halbe Milliarde Euro bewegt worden. Und bei EU-Programmen kommt noch ein weiterer Power-Partner ins Spiel: die WI-Bank. Hier fährt man, wie Bracht es formuliert, „sozusagen im Tandem“.

Ein Vierteljahrhundert Innovationsförderung – und kein bisschen müde. Ganz im Gegenteil: In Hessen wird weitergedacht, weitergeschoben, weiterentwickelt. Und Alexander Bracht und sein Team sind mittendrin – als Antreiber, Radar, Motor und manchmal auch als Realitätscheck. +++

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