SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - Samstag Freiberg zu Gast

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Hätte im Herbst vergangenen Jahres jemand gedacht und gar ausgesprochen, die SG Barockstadt würde sich wenige Monate später und im Frühjahr des folgenden Jahres als zweitbeste Rückrunden-Mannschaft der Fußball-Regionalliga Südwest herausschälen, der wäre wohl für verrückt erklärt worden. So schön Bilanzen sein können und so sehr sie schmücken - Punkte gibt es dafür auch nicht. Und schon gar nicht für die SGB in ihrem vorletzten Heimspiel am Samstag gegen den Tabellenzweiten, den SGV Freiberg. Spielbeginn in der Johannisau wie immer: 14 Uhr.

Noch vor drei Wochen hätte der jetzt gastgebende Achte einen Anwärter für den Gewinn der Meisterschaft und der Dritten Liga begrüßen können. Durch drei Niederlagen am Stück - zu Hause gegen Steinbach Haiger, beim Konkurrenten, dem aktuellen Tabellenführer und designierten Titelträger Großaspach (0:4) und auf eigenem Platz gegen die U23 des Bundesligisten Mainz (1:2) -, ist der Titelgewinn aus Freibergs Sicht indessen zur Illusion geworden. Großaspach benötigt nur noch einen Punkt - und könnte den am Samstag auf dem Wolfgang-Frank-Campus in Mainz holen und die Meisterschaft perfekt machen.

Die SGB hat sich dermaßen stabilisiert und gefestigt, wie es kaum jemand für möglich gehalten hätte. 29 Punkte sammelte sie aus 14 Spielen - den drei Siegen zum Ausklang vergangenen Jahres fügte sie sechs in diesem Jahr an; Unentschieden gab es in Walldorf und zuletzt in Homburg, Niederlagen nur gegen Schott Mainz, in Haiger und Sandhausen. Das hinzugewonnene Wir-Gefühl zeigt sich auch in der Anzahl der Gegentore: Die SGB hat mit 40 den viertbesten Wert - nur Freiberg, Homburg und Spitzenreiter Großaspach liegen in der Statistik vor dem Team aus Fulda, Mainz U23 ist gleichauf.

Zweitbestes Team der Rückrunde? „Ich krieg das“, bemerkt Daniyel Cimen, „um ehrlich zu sein, nur nebenher mit“. Es sei „schön und eine Bestätigung“, schiebt der SGB-Trainer nach. Um wenige Augenblicke später konkreter zu werden. „Es zeigt, wie fokussiert wir sind und es uns gelingt, uns auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren und uns nicht auf Eventualitäten zu verlassen.“

Momentan gäben ihm die Spieler ein sehr gutes Gefühl, „es macht sehr viel Spaß“. Auch beim Einsteigen in den Bus zur Heimfahrt seien die Spieler nicht zu hundert Prozent zufrieden gewesen, weil sie es nicht geschafft hatten, das Spiel in Überzahl zu gewinnen. „Wir wollen dieses Gefühl und die Anspannung Woche für Woche hochhalten.“

Auch beim Einschätzen des samstäglichen Gegners Freiberg vertritt Cimen einen klaren Standpunkt. „Wir sind zu weit weg davon und sollten uns kein Urteil erlauben hinsichtlich deren Situation. Wir treffen vielmehr auf eine Mannschaft, die mental was zu verarbeiten hat - bei der sich wegen der Phase zuletzt aber auch was lösen kann.“ Freiberg verfüge ein Team mit „enorm viel Breite“ und „individueller Klasse“ - und das könne zu einer „explosiven Mischung“ führen.

Aus diesem Grund richtet der Coach Fokus und Zielsetzung dann auch auf sein eigenes Team. „Für uns geht es darum, unsere beste Leistung auf den Platz zu bringen.“ Während Hans Sarpei in den Kader zurückkehrt, sieht es auch bei Kevin Hillmann gut aus. Er trainierte komplett und steht am Samstag zur Verfügung. Max Stadler indessen ist noch nicht so weit für einen Einsatz, rückt aber immer näher ans Team heran. Sicher fehlen auch David Siebert, der erkrankt ist und flach liegt, sowie Marvin Pourié, der sich eine Entzündung am Schambein zugezogen hat. +++ rl

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