Osthessenreport startet mit kritischem Anspruch

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In Osthessen ist ein neues Nachrichtenangebot an den Start gegangen: Der Osthessenreport versteht sich als unabhängiges Online-Portal mit dem Anspruch, kritisch und ohne Beschönigung über regionale Themen zu berichten. Nach Angaben der Initiatoren soll der Fokus auf Inhalten liegen, die aus ihrer Sicht in der bisherigen Berichterstattung zu kurz kommen.

Das Projekt richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich eine andere Form des Journalismus wünschen. Statt sogenannter „Wohlfühlberichterstattung“ will der Osthessenreport Themen aufgreifen, die die Menschen in der Region tatsächlich bewegen. Dabei setzt das Portal nach eigener Darstellung auf Nähe zur Region und eine kritische Einordnung von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen.

Ein zentrales Element des Konzepts ist die Beteiligung der Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger können eigene Beobachtungen, Erlebnisse oder Kritikpunkte einreichen. Diese Beiträge werden redaktionell bearbeitet und in einen journalistischen Text überführt. Ziel ist es, auch Stimmen eine Plattform zu geben, die bislang kaum öffentlich Gehör finden.

Aktuell besteht das Team hinter dem Osthessenreport aus rund 15 Personen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen der Region. Die Initiatoren betonen, dass es sich dabei nicht um eine anonyme Redaktion handelt, sondern um Menschen aus Osthessen, die sich bewusst von etablierten Medienangeboten abgrenzen wollen.

Neben diesem partizipativen Ansatz soll es beim Osthessenreport auch klassische Berichterstattung geben. Themen wie Politik, Wirtschaft, Polizeimeldungen und das tägliche Nachrichtengeschehen gehören laut den Machern ebenfalls zum Angebot – allerdings mit dem Anspruch, unbequeme Fragen nicht auszuklammern. +++ me

2 Kommentare

  • Jetzt kommt es darauf an, dass sich in Osthessen ausreichend mutige und vor allem interessierte Menschen finden, die bereit sind, ihre eigenen Erfahrungen und Geschichten öffentlich zu machen. Viele empfinden die Berichterstattung etablierter Medien als einseitig und wünschen sich eine vielfältigere, unmittelbarere Darstellung der Realität. Dabei darf es jedoch nicht bei bloßen Erwartungen bleiben: Forderungen zu stellen und sich anschließend auch aktiv zu beteiligen, wenn entsprechende Möglichkeiten entstehen, sind zwei verschiedene Dinge.

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