Großer Jubel im Wintersport-Mekka Willingen! Der traditionsreiche Skisprungstandort erhält eine neue Schanze – und dafür fließen Millionen. Insgesamt 8 Millionen Euro stellen Land und Bund für den Neubau bereit. Sportministerin Diana Stolz sprach von einem „guten Tag für den Sportstandort Willingen“, der weit über Hessen hinaus Bedeutung habe.
Das Land Hessen steuert 5 Millionen Euro bei, der Bund weitere gut 3 Millionen Euro. Den Förderbescheid überreichte Sportministerin Stolz am Dienstag an den Skiclub Willingen. „Hessen hat sich beim Bund erfolgreich für die Unterstützung der Skisprungschanze eingesetzt – Willingen ist ein Sportstandort von übergeordnetem Stellenwert“, betonte die Ministerin. Das Skispringen in Willingen strahle seit Jahrzehnten weit über die Landesgrenzen hinaus.
Auch Ministerpräsident Boris Rhein zeigte sich begeistert. Jedes Jahr fiebern Zehntausende Fans an der berühmten Mühlenkopfschanze mit, wenn die besten Skispringerinnen und Skispringer der Welt nach Willingen kommen. „Diese Wettkämpfe der Spitzenklasse sind ein besonderer Höhepunkt für das Sportland Hessen“, erklärte Rhein. Der Bau der neuen Skisprungschanze sei eine Investition in die Zukunft – für den Sport und für das Land. Moderne Trainingsbedingungen für Athletinnen und Athleten und eine weitere Stärkung des Wintersportstandorts seien das Ziel. Der Sport habe für die Landesregierung höchste Priorität.
Der Weg zur Millionenförderung war dabei kein Selbstläufer. Während die Landesmittel von Beginn an außer Frage standen, galt eine Beteiligung des Bundes zunächst als unwahrscheinlich. Erst durch intensive Gespräche mit dem zuständigen Bundesministerium, der Bundesinnenministerin sowie der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt, Dr. Christiane Schenderlein, konnte die Bundesförderung gesichert werden. Damit wurde das Projekt deutlich beschleunigt.
Willingen gilt als starker Standort für Nachwuchs- und Leistungssport. Als Bundesstützpunkt Ski Nordisch und mit einer angeschlossenen Eliteschule des Sports samt Internat nimmt der Ort eine Schlüsselrolle ein. Die neue Normalschanze schließt nun eine entscheidende Lücke: Sie liegt zwischen den Kinder- und Jugendschanzen und der Großschanze und bietet Nachwuchsathletinnen und -athleten optimale Bedingungen, um sich schrittweise an das Springen auf der großen Bühne heranzutasten.
Die moderne HS-87-Schanze ermöglicht künftig eine lückenlose Ausbildung im Spezialspringen und verbessert die Trainingsbedingungen für hessische wie nationale Athletinnen und Athleten erheblich. Gleichzeitig stärkt sie Willingen als Teil des Landesleistungszentrums gemeinsam mit Winterberg und als Bundesstützpunkt, an dem bereits heute erfolgreich Talente ausgebildet werden.
Mit der Übergabe des Förderbescheids startet nun eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des hessischen Wintersports. Die neue Schanze soll ganzjährig nutzbar sein und modernste Trainingsmöglichkeiten bieten – ein zentraler Baustein für nachhaltige Nachwuchsförderung und den international renommierten Wintersportstandort Willingen.
„Wir haben immer gesagt, wir stehen zum Schanzenstandort Willingen. Die Hessische Landesregierung hat Wort gehalten“, stellte Stolz klar.
Der Ski-Club Willingen e.V., einer der bedeutendsten Wintersportvereine Deutschlands, profitiert damit direkt. Der Verein ist Ausrichter des FIS-Skisprung-Weltcups auf der größten Großschanze der Welt und zieht seit 1995 jedes Jahr Zehntausende Fans an. Neben dem Weltcup setzt der Club stark auf Nachwuchsarbeit und ist eng vernetzt mit dem Hessischen Skiverband, dem Deutschen Skiverband und der Gemeinde Willingen. Mit der neuen Normalschanze gewinnt der Standort weiter an sportlicher Stärke – und an Zukunft. +++









