SPD legt leicht zu – Mehrheit der Deutschen kritisch gegenüber US-Außenpolitik

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Leichte Bewegung im Parteienspektrum: Die SPD kann im aktuellen ZDF-Politbarometer etwas Boden gutmachen. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, kämen die Sozialdemokraten laut der neuesten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf 15 Prozent und legen damit einen Punkt zu. Die Linke hingegen muss einen kleinen Dämpfer hinnehmen und verliert einen Punkt, sie liegt nun bei zehn Prozent.

Bei den übrigen Parteien bleibt alles beim Alten. Die Union verharrt unverändert bei 26 Prozent und bleibt damit stärkste Kraft, dicht gefolgt von der AfD, die einen Punkt dahinter liegt. Auch bei den Grünen gibt es keine Bewegung, sie kommen weiterhin auf zwölf Prozent. Ebenso unverändert ist der Anteil der sonstigen Parteien, die zusammengenommen ebenfalls auf zwölf Prozent kommen.

Ein deutliches Meinungsbild zeigt das Politbarometer bei der Bewertung der US-Außenpolitik. Über zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass die Europäische Union klar Position dagegen beziehen sollte, wenn die USA militärisch in die Politik anderer Länder eingreifen, um sich wirtschaftliche Ressourcen zu sichern. Hier ist die Kritik eindeutig und breit getragen.

Anders sieht es beim möglichen militärischen Eingreifen der USA im Iran aus. In dieser Frage sind die Befragten gespalten: Jeweils 37 Prozent fänden ein solches Vorgehen gut beziehungsweise schlecht. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass viele Menschen bei einem Eingreifen im Iran weniger wirtschaftliche Interessen der USA im Vordergrund sehen und die Situation differenzierter bewerten. ++++ adm

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