Facebook und Co sind kein Muss. Man kann problemlos ohne sie leben. Für Meta gilt das Gegenteil: Ohne Nutzer gibt es keine Plattform, kein Geschäftsmodell, keine Relevanz. Umso erstaunlicher ist, wie wenig Raum der Konzern dem Vertrauen seiner Nutzer lässt.
Die Identitätsverifizierung steht exemplarisch dafür. Immer wieder berichten Nutzer von technischen Problemen, von fehlerhafter automatisierter Erkennung, die etwa bei schlechter Beleuchtung scheitert. Was Sicherheit schaffen soll, erzeugt Frust – und Zweifel.
Noch gravierender ist der fehlende menschliche Kontakt. Wenn die Verifizierung fehlschlägt, gibt es häufig keinen Weg, mit einer realen Person bei Facebook zu sprechen. Nutzer werden ausgesperrt, teils dauerhaft, ohne echte Unterstützung oder nachvollziehbare Kommunikation.
Auch beim Datenschutz bleiben Fragen offen. Meta versichert zwar, die Videos innerhalb von 30 Tagen zu löschen und keine spezifische Identifizierung vorzunehmen. Dennoch bestehen Bedenken im Umgang mit biometrischen Daten – und die lassen sich nicht einfach wegmoderieren.
Unterm Strich bleibt eine Sicherheitspraxis, die gängig, aber umstritten ist. Informationen dazu finden sich im Facebook-Hilfebereich oder im Meta Store Hilfebereich zur Gesichtserkennung. Doch Vertrauen entsteht anders. Facebook braucht Nutzer – und sollte sie auch so behandeln. +++










