SPD rutscht in ARD-Umfrage auf 13 Prozent – Unzufriedenheit mit Bundesregierung bleibt hoch

Bundestag3

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD nur noch auf 13 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im Dezember. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest für den „Deutschlandtrend“ der ARD hervor, für die 1.323 Wahlberechtigte von Montag bis Mittwoch dieser Woche befragt wurden. Einen noch schwächeren Wert hatte die Partei zuletzt im August 2019 erreicht, damals waren es 12 Prozent.

Die Union aus CDU und CSU könnte der Umfrage zufolge derzeit mit 28 Prozent rechnen, ein Plus von einem Punkt im Vergleich zum Dezember. Die AfD läge unverändert bei 25 Prozent. Die Grünen kommen weiterhin auf 12 Prozent, die Linke auf 10 Prozent.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verschlechtert sich in der Sonntagsfrage leicht auf 3 Prozent, ein Minus von einem Punkt, und würde damit ebenso wie die FDP, die unverändert bei 3 Prozent liegt, an der Mandatsschwelle scheitern. Alle übrigen Parteien erreichen zusammen aktuell 6 Prozent, ein Punkt mehr als im Dezember.

Mit der Arbeit der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD zeigt sich wie zum Jahresende 2025 jeder fünfte Deutsche sehr zufrieden oder zufrieden, insgesamt 20 Prozent. Deutlich überwiegt weiterhin die Unzufriedenheit: 78 Prozent äußern sich weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden mit dem Regierungshandeln. Knapp jeder Zweite, 48 Prozent, hält es für eher wahrscheinlich, dass die Bundesregierung auch 2026 noch bestehen bleibt. 45 Prozent halten dies hingegen für eher unwahrscheinlich.

Aus dem Bundeskabinett überzeugt wie schon in den vergangenen Monaten nur Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD eine Mehrheit der Deutschen. 57 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden, ein Punkt weniger als im Dezember. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil, ebenfalls SPD, erreicht einen Zufriedenheitswert von 26 Prozent, vier Punkte weniger als zuletzt. 56 Prozent sind mit seiner Arbeit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.

Mit Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU zeigen sich 24 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden, ein Plus von einem Punkt. 73 Prozent sind mit ihm weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Innenminister Alexander Dobrindt von der CSU kommt ebenfalls auf 24 Prozent Zufriedenheit, verliert aber vier Punkte. 52 Prozent äußern Unzufriedenheit mit seiner Arbeit. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU erreicht 14 Prozent Zufriedenheit, 43 Prozent sind mit ihr unzufrieden. Ebenso viele, 43 Prozent, geben an, sie nicht zu kennen oder sich kein Urteil zuzutrauen.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder von der CSU kommt aktuell auf 33 Prozent Zufriedenheit bei den Deutschen, fünf Punkte weniger als im August 2025. 58 Prozent sind mit ihm weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Unter den Oppositionspolitikern überzeugt Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, 25 Prozent der Deutschen, ein Punkt weniger als im Oktober 2025. 64 Prozent sind mit ihr unzufrieden.

Der Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, erreicht derzeit 13 Prozent Zufriedenheit, unverändert gegenüber der letzten Abfrage. 29 Prozent sind mit ihm weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden, 58 Prozent kennen ihn nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner kommt auf 9 Prozent Zufriedenheit. 26 Prozent äußern Unzufriedenheit, knapp zwei Drittel der Befragten, 65 Prozent, kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Für Brantner war es die erste Abfrage im „Deutschlandtrend“ der ARD. +++

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert