Großbrand endet tödlich – 27-jähriger Feuerwehrmann stirbt im Einsatz

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Ein Großbrand in einer Werkstatthalle im Fliedener Ortsteil Rückers (Landkreis Fulda) hat am Dienstagabend ein tragisches Ende genommen. Ein 27 Jahre alter Feuerwehrmann ist nach einem medizinischen Notfall während der Löscharbeiten gestorben. Nach Angaben der Gemeinde Flieden brach der Feuerwehrmann während des Einsatzes zusammen, wurde umgehend medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, wo er später verstarb. Die genaue Todesursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Zunächst war von einem Tod an der Einsatzstelle ausgegangen worden. Die Polizei hatte erklärt, es werde von einer medizinischen Ursache ausgegangen. Die Gemeinde Flieden präzisierte am 6. Januar 2026 in einer Stellungnahme den Ablauf und bat um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben zur Todesursache gemacht werden könnten.

Die Feuerwehr war um 17.40 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand alarmiert worden. „Wir sind um 17:40 Uhr hier zu einem Dachstuhlbrand alarmiert worden“, sagte Daniel Gudrun vom Brandschutzaufsichtsdienst des Landkreises Fulda. Der genaue Einsatzort sei zunächst noch unklar gewesen. Nach einem weiteren Notruf habe sich herausgestellt, dass es sich um eine Scheune handelte, die als Werkstattgebäude genutzt wurde. Daraufhin sei das Alarmstichwort erhöht worden, um zusätzliche Einsatzkräfte zu mobilisieren.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Werkstatthalle eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmers bereits in Vollbrand. „Im vorderen Bereich der Halle war im Deckenbereich Feuerschein festzustellen“, beschrieb Gudrun die Lage. Die Löscharbeiten wurden durch zahlreiche in der Halle gelagerte Gefahrstoffe erschwert. Mehrere Flaschen mit Schweißgasen bliesen ab, zudem befanden sich Diesel und Schmiermittel in dem Gebäude, die das Feuer weiter anfachten.

Nach Angaben des Brandschutzexperten blies unter anderem eine Acetylenflasche ab, die nicht aus dem Gebäude geborgen werden konnte. „Es hat eine Acetylenflasche abgeblasen, die konnte aus dem Gebäude nicht geborgen werden“, sagte Gudrun. Die Flasche musste von außen gekühlt werden. Das Sicherheitsventil sprach an, die Flasche blies kontrolliert ab. Während der Löscharbeiten kam es zu mehreren Explosionen.

Auch die Wasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor Probleme. Neben dem Hydrantennetz wurden offene Gewässer unterhalb der Bahnstrecke genutzt. Dafür musste eine lange Förderstrecke aufgebaut werden. Winterliche Witterung und glatte Straßen erschwerten die Arbeiten zusätzlich. Hessen Mobil streute die umliegenden Straßen, auch die Einsatzstelle selbst wurde abgestreut, um die Gefahr durch Glatteis zu reduzieren. Der Eigentümer des Gebäudes unterstützte diese Maßnahmen.

Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben der Feuerwehr der Gemeinde Flieden waren auch Feuerwehren aus Kalbach, Neuhof, Fulda und Schlüchtern beteiligt. Zudem waren Fahrzeuge aus Steinau an der Straße vor Ort. Drehleitern aus Fulda und Schlüchtern wurden eingesetzt. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Betreuung der Einsatzkräfte, die DLRG unterstützte mit einer Drohnenstaffel.

Der medizinische Notfall des Feuerwehrmanns überschattete den weiteren Einsatz. Betroffene Kameraden wurden ausgetauscht. Zudem wurden Gesprächsangebote der psychosozialen Notfallversorgung bereitgestellt. Feuerwehrleute aus Nachbarwehren setzten anschließend die Löscharbeiten fort.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Entsprechende Warnungen wurden über die Medien verbreitet. Im Verlauf des Brandes stürzte das Hallendach teilweise ein. Weitere Personen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte nicht verletzt.

In ihrer Stellungnahme zeigte sich die Gemeinde Flieden tief erschüttert über den Tod des Feuerwehrmanns. Er habe sich über viele Jahre hinweg mit großem Engagement und Herzblut in den Dienst der Gemeinschaft gestellt. Wann immer Hilfe gebraucht worden sei, sei er da gewesen – verlässlich, kameradschaftlich und stets bereit, für andere einzustehen. Sein Einsatz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sei nicht selbstverständlich gewesen und verdiene höchsten Respekt.

„Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen, seinen Freunden sowie bei allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Der Verlust reißt eine große Lücke – menschlich wie auch innerhalb unserer Feuerwehr, die weit mehr ist als nur eine Organisation, sondern eine starke Gemeinschaft“, erklärte Fliedens Bürgermeister Christopher Gärtner.

Zugleich dankte die Gemeinde allen Einsatzkräften, die unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen im Einsatz waren. Der Dank gelte den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren ebenso wie den Kräften des Rettungsdienstes, der Polizei und aller beteiligten Hilfsorganisationen. Sie hätten mit großem Mut, hoher Professionalität und außergewöhnlichem Zusammenhalt gehandelt. Die Gemeinde Flieden kündigte an, die Familie des Verstorbenen sowie die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen.

Ein Anwohner hatte den Brand um 17.37 Uhr gemeldet. Die Einsatzkräfte rückten unter dem Stichwort „F2 – Dachstuhlbrand“ aus. Die Höhe des entstanden. +++ adm

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